"Ich nannte ihn Krawatte" von Milena Michiko Flasar



Mal ein ganz anderes Buch.

Ein alter Japaner wird "wegrationalisiert". Um seiner Frau nichts davon zu erzählen, weil er sich schämt, verlässt er jeden Morgen das Haus und setzt sich auf eine Parkbank im Park. Dort begegnet er einem "Hikikomori", das sind Jugendliche, die ihre Zimmer nicht mehr verlassen und sich aus der realen Welt zurück ziehen. Das hat er jedenfalls die letzten Jahre nicht getan. Nun schleicht er sich heimlich aus seinem Zimmer/ der Wohnung seiner Eltern und setzt sich auf die Parkbank. Nach einiger Zeit nähern die Beiden sich an.

Ein Buch, das in kurze Kapitel eingeteilt ist und uns in eine Welt mitnimmt, die fremd und eigenartig ist. dabei berührend und faszinierend. Ich hatte beklemmende Gefühle, weil ich den Jungen am Liebsten genommen hätte, um ihm das Schöne im Leben zu zeigen. Die Lebensfreude, Zuversicht und Hoffnung. Jugend! Und dem "alten" Herren würde ich sagen: "Komm, sprich mit Deiner Frau. Sie wird Dir helfen. Dafür heiratet man doch. In guten und in schlechten Zeiten. "

Ich liess mich auf das Buch und seine poetische Sprache ein. Und mochte es.

Unerwartet und doch ein bisschen vorhersehbar. Gut!

Wem ich es schenken würde?

Jedem ab 16 Jahren, der auch gern mal ungewöhnlich liest.

Taschenbuch: 144 Seiten

Verlag: btb Verlag (10. März 2014)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3442746566

ISBN-13: 978-3442746569

Preis: ca. 9 euro (Tb)


Frauen, die lesen, sind gefährlich !

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