"Die Stunde unserer Mütter" von Katja Maybach



Gerade heute Nacht zu Ende gelesen. Noch müde und ein bisschen benommen durch das Buch.

Das Buch wird dadurch besonders, dass es durch Erinnerungen der Familie und besonders auch durch die Feldpost des Vaters der Autorin entstanden ist.

Die Zeit in der es "spielt" liegt zwischen 1940 und 1945. Die Orte sind München, Augsburg und zwei kleinen Orte in Bayern. Zwei Mütter, Schwägerinnen, sind während des Krieges zusammen auf dem Land. Maria, weil sie dort hin geheiratet hat. Und ihre Schwägerin, Vivien, eine Halb-Engländerin, wird von ihrem Mann (Bruder von Maria), zusammen mit ihrer Tochter von München zu Maria auf's Dorf geschickt. Ihr Mann versteckt Juden und ist im Widerstand aktiv. Beide Frauen, unterschiedlich und Anfangs nicht besonders liebevoll einander zugewandt, müssen nun lernen, miteinander zu leben. Und ihre beiden Töchter, zu schützen. Das Buch ist gewaltig, denn auch sie möchten etwas "Tun" . Helfen. Unterstützen. Besonders nachdem das russische Hausmädchen ins Frauenlager gebracht worden ist - nach einer Denuzion der Nachbarin ...

Es liest sich flüssig in einem fort. Ich habe es in einem "Rutsch gelesen - konnte nicht mehr aufhören, so tief bin ich eingetaucht. Mit Tränen des Traurigseins und der Freude. Ein ehrliches Buch, dass diese furchtbare Zeit aus der Sicht von Frauen auf dem Land widerspiegelt.

Wem würde ich es schenken?

Frauen.

Taschenbuch: 320 Seiten

Verlag: Knaur TB (1. Juni 2017)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3426516071

ISBN-13: 978-3426516072

Preis: ca. 10,00 Euro (Taschenbuch)


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Frauen, die lesen, sind gefährlich !

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