"Die verborgene Sprache der Blumen" - von Vanessa Diffenbaugh



Ein Roman, der wunderschön und unaufdringlich eindringlich ist.

Eine Liebesgeschichte, eine Geschichte der Liebe. Zwischen Menschen. Zum Leben.

Eine Geschichte der Blumen und deren (fast) vergessener Sprache.

Poesie in Reinform.

Der Roman spielt in einer Zeit ohne Mobiltelefone. In Californien. Im 21. Jahrhundert. Victoria, gerade 18 Jahre alt geworden. Se ist ein Findelkind, Kinderheimkind, Pflegekind. Herumgereicht. Ungeliebt. Wachsam. Zornig. Nach Liebe dürstend. Sie nicht annehmend. Sich nicht liebenswert findend.

Ich habe das Gefühl, alles, was ich über den Inhalt des Romanes schreiben könnte, würde das Gesamte zerstören. Würde zuviel schon nehmen. Es sollte unvoreingenommen und pur gelesen werden. Das Buch spielt in der Gegenwart, mit Rückblicken auf ihre (mutterlose) Kinder- und Jugendzeit. Eher aus Not denn aus dem Können heraus nimmt sie einen Job bei einer Floristin an und beginnt, ihr erlerntes Wissen über die Sprache der Blumen erst an einen älteren Herren und dann, wie ein Lauffeuer, an Kunden weiter zu geben. Und passende Sträuße und Gestecke zu binden.

Das Buch ist wie das Leben selbst. Ernst. Ungerecht. Böse. Wundervoll. Traurig. Lebenswert. Liebenswert.

Die Protagonistin hat bei mir Folgendes hervorgerufen: Liebevolles Kopfschütteln. Aufatmen. Tränen der Freude und des Leides. Ich hätte sie streckenweise schütteln können. Dann wieder in den Arm nehmen und ihr sagen " es wird ... immer wieder. Jeden Morgen geht die Sonne auf".

Ein wahnsinnig intensives Buch - wenn, man es zulässt.

Und ab jetzt werden

BLUMEN vom Leser mit Sicherheit anders wahr genommen ...

Es ist eines der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe.

Die Sprache ist schön. Die Geschichte ungewöhnlich. Und doch am Leben dran.

Wem ich das schenken würde?

Jedem, den ich liebe!

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Frauen, die lesen, sind gefährlich !

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